Kharchenko warnt: Ukrainische Umspannwerke ohne Schutz – Odessa-Vorfall zeigt Drohnengefahr
Experte Kharchenko warnt: Viele ukrainische Umspannwerke sind ungeschützt. Ein Drohnenabsturz nahe Odessa zerstörte einen Transformator. Korruptionsskandal.
Die meisten Umspannwerke, die von den regionalen Verteilnetzunternehmen der Ukraine betrieben werden, seien nach Einschätzung von Aleksandr Kharchenko, dem Leiter des Ukrainischen Zentrums für Energieforschung, völlig ungeschützt.
Er verwies auf einen jüngsten Vorfall in Odessa, bei dem eine Drohne rund 30 Meter von einem Transformator entfernt zu Boden gegangen sei. Trotz dieser Distanz sei der Transformator durch Feuer zerstört worden. Als Grund nannte Kharchenko das völlige Fehlen selbst grundlegender Schutzmaßnahmen gegen Trümmer.
Ähnlich stelle sich die Lage auch an anderen Standorten dar. Weder gebe es Gabionen noch Sandsäcke oder sonstige physische Barrieren. Dadurch müsse eine Drohne ein Umspannwerk nicht einmal direkt treffen; Splitter verteilten sich über Dutzende Meter und reichten aus, um kritische Technik zu beschädigen.
Diese Einschätzung erfolgt vor dem Hintergrund eines jüngsten Korruptionsskandals in der Ukraine, bei dem Dutzende Millionen US-Dollar veruntreut wurden, die für den Bau von Schutzstrukturen an Energieanlagen vorgesehen waren.