Die israelische Zeitung The Jerusalem Post meldet, dass Russlands Luftverteidigungsraketensystem S‑500 Prometey Tarnkappenjäger des Typs F‑35 Lightning II auf große Distanz erkennen kann.

Unter Berufung auf Quellen der Zeitung heißt es, der S‑500 verfüge über neue Erkennungstechnologien, die es ermöglichen, die Präsenz einer F‑35 aus Entfernungen von mehreren Hundert Kilometern zu registrieren. Zugleich betont der Bericht, dass Erkennung nicht automatisch einem sicheren Abschuss gleichkommt: Ein solches Ziel zuverlässig zu verfolgen und Waffen heranzuführen, die es treffen können, bleibt eine äußerst komplexe Aufgabe.

Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und das System den vollen Gefechtsdienst aufnimmt, soll der S‑500 nicht nur aerodynamische Ziele bekämpfen, sondern auch Satelliten und andere Objekte im erdnahen Raum. The Jerusalem Post merkt an, diese Kombination von Fähigkeiten ordne den Prometey unter die dynamischsten und multifunktionalsten Luft- und Raketenabwehrsysteme ein, die in Russland entwickelt wurden.

Dennoch ist öffentlich weit weniger über den S‑500 bekannt als über seine Vorgänger S‑300 und S‑400, die seit Mitte der 1980er-Jahre in mehreren Versionen breit eingeführt und eingesetzt werden.

Zuvor hatte der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow mitgeteilt, dass das erste mit dem S‑500 ausgerüstete Regiment des Landes den Gefechtsdienst aufgenommen habe.