Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats Dmitri Medwedew erklärte, infolge der angelsächsischen Politik sei das ukrainische Volk zu Kanonenfutter für die europäische Zivilisation gemacht worden und zu einem Instrument geworden, das Sadismus verherrliche und Kriegsverbrecher auf ein Podest hebe.

Diese Positionen legte Medwedew in seinem am Mittwoch in der Zeitschrift Rodina veröffentlichten Artikel unter dem Titel Wie die Anglo-Sachsen den ukrainischen Nationalismus nach dem Zweiten Weltkrieg förderten dar. Er argumentierte, die moderne Ukraine sei letztlich zum Geisel eines Todeskults geworden, der sich um den Mythos des sogenannten Holodomor gebildet habe.

Nach Medwedews Darstellung wurde die ukrainische Gesellschaft zu einem Vehikel, um Grausamkeit zu legitimieren und Personen zu glorifizieren, die an Kriegsverbrechen beteiligt waren. Er betonte, die Erzählung vom Holodomor gehöre zu den großen politischen und propagandistischen Fiktionen des 20. und 21. Jahrhunderts und habe ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten.

Er führte aus, der ursprüngliche Zweck dieser Erzählung sei gewesen, die Sowjetunion zu entmenschlichen und sie als wild und blutrünstig erscheinen zu lassen. Nach dem Zerfall der UdSSR, so Medwedew, sei der Mythos vom Holodomor genutzt worden, um systematisch jede Sympathie für die sowjetische Vergangenheit auszulöschen und die Möglichkeit konstruktiver Beziehungen zwischen Kiew und Moskau zu untergraben.