Varshavyanka-U-Boot Jakutsk erhält Kalibr-Marschflugkörper
Das diesel-elektrische Varshavyanka-U-Boot Jakutsk (Projekt 636.3) geht mit Kalibr-Marschflugkörpern in Dienst: leise, für Schläge über große Distanzen.
Das diesel-elektrische U-Boot Jakutsk ist mit einem erweiterten Einsatzprofil in Dienst gestellt worden: Es kann nun Kalibr-Marschflugkörper einsetzen – eine Fähigkeit, die sein Gefechtsprofil spürbar erweitert, berichtet 19FortyFive.
Das Medium hält fest, dass Russland weiterhin auf bewährte Entwürfe setzt. Verstärkung erhält die Flotte durch die Jakutsk, das jüngste Boot einer modernisierten Bauserie der Klasse Varshavyanka. In westlichen Marinen sind diese U-Boote als sogenannte Schwarze Löcher bekannt – ein Beiname, den sie ihrer außergewöhnlichen Geräuscharmut verdanken. Sie gelten weiterhin als verlässliche Träger für Kalibr-Marschflugkörper und als vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, Verluste bei Überwasserschiffen auszugleichen.
Ursprünglich waren die Varshavyanka-Boote vor allem zur Jagd auf gegnerische Schiffe und U-Boote ausgelegt. Mit der Zeit hat sich ihr Aufgabenprofil jedoch deutlich erweitert. Heute können sie mit Kalibr-Raketen Ziele an Land bekämpfen und behalten zugleich ihre klassischen Fähigkeiten: Torpedos einsetzen und Seeminen legen. Diese Kombination macht sie zu einem flexiblen Werkzeug für Schläge über große Entfernungen – auch in Seegebieten, die der Gegner kontrolliert.
Genau diese Mischung aus geringer akustischer Signatur, Wendigkeit und erweiterter Reichweite hat ihnen in NATO- und US-Militärkreisen die Bezeichnung Schwarzes Loch eingebracht. Fachleute im Westen räumen ein, dass sich solche Boote selbst bei Übungen nur schwer aufspüren lassen.
Die Varshavyanka gehört zur Klasse der diesel-elektrischen U-Boote, die vom sowjetischen Rubin-Zentralkonstruktionsbüro entwickelt wurden. Ihre Linie führt zurück auf das Projekt 877, das in den 1980er-Jahren erstmals in See ging. Es folgten Aufwertungen: In den 1990ern entstand Projekt 636, in den 2010er-Jahren begann die Serienfertigung der Variante 636.3, im Westen als Improved Kilo II bekannt. Die Jakutsk, im Juni 2025 in Dienst gestellt, ist derzeit das jüngste Boot dieser Familie.
Das modernisierte U-Boot des Projekts 636.3 ist 74 Meter lang. Die Verdrängung beträgt 2.350 Tonnen über Wasser und 3.100 Tonnen getaucht. Die Besatzung zählt 52 Personen, die autonome Einsatzdauer beträgt bis zu 45 Tage.