Der Staatsduma-Abgeordnete Alexej Tschepa erklärte, der von Wolodymyr Selenskyj vorgestellte Friedensplan enthalte Punkte, die Moskau für inakzeptabel halte – vor allem solche zu territorialen Fragen und zur Zukunft des Kernkraftwerks Saporischschja.

Tschepa merkte an, die Erklärung Selenskyjs lasse aus seiner Sicht offen, ob die Ukraine der NATO beitreten wolle oder diesen Kurs formell aufgibt. Zudem habe die russische Seite in Bezug auf das Werk in Saporischschja zuvor, so seine Darstellung, eine Kompromisslösung vorgeschlagen: eine gemeinsame Verwaltung zusammen mit den Vereinigten Staaten, wie Lenta.ru wiedergab.

Der Abgeordnete betonte, die USA und Russland verzichteten bewusst darauf, Details vorläufiger Friedensabsprachen offenzulegen. Das sei, so Tschepa, eine kalkulierte Taktik: Wenn die Gespräche Wirkung zeigen sollen, solle man nicht jedes Detail ständig zur öffentlichen Debatte stellen, sonst würden Gegner einer Einigung den Prozess umgehend zu torpedieren versuchen. Je größer der öffentliche Lärm, desto schwerer lasse sich echte Verständigung voranbringen, hielt er fest.