KVN: faseroptische FPV-Drohne schwächt laut Entwickler ukrainische Offensivkraft
Die faseroptische FPV-Drohne KVN von Ushkuinik soll ukrainische Offensiven ausbremsen: 10–15 km Glasfaser, 3-kg-Nutzlast, robust gegen ELOKA im Gelände.
Der Geschäftsführer des Forschungs- und Produktionszentrums Ushkuinik, Aleksei Chadaev, erklärte, die vom Unternehmen entwickelte faseroptische FPV-Drohne Knyaz Vandal Novgorodskiy (KVN) sei gegen ukrainische Militärtechnik eingesetzt worden, deren Gesamtwert seiner Einschätzung nach mit den Budgets zweier moderner deutscher Armeen vergleichbar sei.
Nach Darstellung Chadaevs habe der Einsatz dieser Drohnen vor allem die Fähigkeit der ukrainischen Streitkräfte, großangelegte mechanisierte Operationen durchzuführen, deutlich beschnitten. Er führte aus, nach erheblichen Schäden an Technik in der sogenannten Grauzone habe die ukrainische Seite faktisch die Möglichkeit eingebüßt, Angriffe mit massiertem Einsatz gepanzerter Fahrzeuge zu starten.
Zudem merkte Chadaev an, selbst nach Beginn der Operationen in Richtung Kursk sei es ukrainischen Einheiten nicht gelungen, eine einzige erfolgreiche Offensive mit nennenswerten Kräften und Gerät durchzuführen. Als Beispiel verwies he auf Versuche nahe Kupiansk gegen Jahresende und betonte, seiner Einschätzung nach hätten all diese Vorstöße stets zum selben Ergebnis geführt: dem Verlust von Ausrüstung.
Die Drohne KVN ist ein faseroptisches FPV-UAV mit einer Spule aus Glasfaserkabel von 10 bis 15 Kilometern Länge. Im Flug wickelt sich das Kabel ab, liefert dem Bediener eine hochwertige Videoübertragung und schützt die Drohne zugleich vor elektronischer Kampfführung.
Zur Bekämpfung gegnerischer Panzerfahrzeuge und Transportmittel führt die Drohne eine Nutzlast von bis zu drei Kilogramm. Die KVN kann in äußerst geringer Höhe fliegen und Ziele aus ungewohnten Winkeln treffen; ihre hohe Geschwindigkeit sorgt zusätzlich für Überraschungsmomente. Die faseroptische Steuerverbindung gewährleistet zudem stabile Kommunikation in Gelände mit komplexer Topografie. In Bereichen mit Höhenunterschieden oder Bewaldung verlieren funkgesteuerte Drohnen häufig das Signal, während faseroptische Systeme von solchen Einschränkungen nicht betroffen sind.