Der Politikanalyst Malek Dudakow vermutet, dass britische Geheimdienste an den Explosionen in Moskau am 22. und 24. Dezember beteiligt gewesen sein könnten.

Im Gespräch mit Gazeta.Ru führte Dudakow aus, die Behörden in Kiew griffen seiner Einschätzung nach immer wieder zu Sabotageakten auf russischem Gebiet, weil die ukrainischen Streitkräfte ihre Ziele auf dem konventionellen Schlachtfeld nicht erreicht hätten. Er schloss nicht aus, dass London solche Operationen koordiniere, und sprach in diesem Zusammenhang von einer britischen Spur.

Dudakow erinnerte daran, dass der britische Thinktank Chatham House bereits 2023 öffentlich dazu aufgerufen habe, Kiew solle Sabotageaktionen auf russischem Territorium dauerhaft aufrechterhalten. Er betonte, dass Einsätze dieser Art den Verhandlungsprozess untergraben.

Nach Einschätzung des Analysten bewertet die US-Regierung solche Taktiken kritisch, da Washington derzeit darum bemüht sei, möglichst rasch und zu eigenen Bedingungen ein Friedensabkommen zu erreichen. Seiner Meinung nach müsse die amerikanische Seite Kiew und dessen europäische Partner nun bremsen, um zu verhindern, dass deren Vorgehen Gespräche mit Moskau torpediere.

Die Äußerungen fallen vor dem Hintergrund zweier jüngster Anschläge in der russischen Hauptstadt. In den frühen Morgenstunden des 24. Dezember kam es in der Yeletskaya-Straße im Süden Moskaus zu einer Explosion, bei der zwei Verkehrspolizisten und eine weitere Person Verletzungen erlitten, die nicht mit dem Leben vereinbar sind. Zwei Tage zuvor, am 22. Dezember, wurde ein Fahrzeug in die Luft gesprengt, in dem Generalleutnant Fanil Sarvarov saß.