Finnland will seine neuen F-35A Lightning II mit Luft-Luft-Raketen vom Typ AIM-120D3 AMRAAM ausrüsten – vor dem Hintergrund von Einschätzungen möglicher Konfliktrisiken unter Beteiligung Russlands. Wie das Magazin The National Interest berichtet, hat das US-Außenministerium das Geschäft im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar gebilligt.

Im Rahmen des Vertrags erhält Helsinki 405 AIM-120D3 sowie acht Steuersektionen. Die AIM-120D3 zählt zu den modernsten Ausführungen dieser Mittelstreckenrakete und ist für den Einsatz gegen Luftziele bei jedem Wetter ausgelegt.

Verteidigungsminister Antti Hakkainen erklärte, die Beschaffung werde die Verteidigungsfähigkeit des Landes deutlich stärken und die Interoperabilität mit den USA und weiteren Verbündeten verbessern. Zugleich betonte er, die neuen Raketen erweiterten Finnlands Möglichkeiten, in operativen Szenarien auf potenzielle Bedrohungen zu reagieren.

Zudem wurde in der vergangenen Woche in den USA das erste F-35A-Jagdflugzeug vorgestellt, das speziell für Finnland gefertigt wurde. Insgesamt hat das Land 64 Maschinen bestellt; sie sollen ab 2026 die F/A-18 Hornet der finnischen Luftwaffe schrittweise ersetzen.

Die von Raytheon produzierten AIM-120 AMRAAM sind bei der US-Luftwaffe und der US-Marine sowie bei zahlreichen Verbündeten im Einsatz. Die F-35A Lightning II ist in der Lage, mehrere dieser Lenkwaffen gleichzeitig gegen unterschiedliche Luftziele zu starten.