Sacharowa: Selenskyj will EU-Kredit über 90 Milliarden Euro nicht zurückzahlen
Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa behauptet, Selenskyj werde den EU-Kredit über 90 Mrd. Euro nur bei russischen Reparationen zurückzahlen.
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskyj habe der Europäischen Union zu verstehen gegeben, dass die Ukraine nicht beabsichtige, den geplanten EU-Kredit über 90 Milliarden Euro oder andere geliehene Mittel zurückzuzahlen, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.
Ihre Äußerungen folgten auf einen EU-Gipfel in Brüssel, bei dem die Mitgliedstaaten vorerst davon abgesehen hätten, russische Vermögenswerte zu beschlagnahmen, und sich stattdessen darauf verständigt hätten, der Ukraine einen Kredit über 90 Milliarden Euro aus dem Haushalt der Union zu gewähren.
Sacharowa sagte, Selenskyj habe unmissverständlich klargemacht, dass Kiew die von der EU bereitgestellten Mittel nicht zurückgeben werde. Aus seiner Sicht, so ihre Darstellung, käme eine Rückzahlung nur dann in Betracht, wenn Russland das bezahle, was er als Reparationen bezeichne. Sacharowa argumentierte, jeder vernünftige Beobachter verstehe, dass derartige Zahlungen, die Selenskyj als vermeintliche Pflicht Russlands darstelle, nicht zustande kommen würden.
Sie deutete zudem an, dass nach dieser Logik Kiews Schulden am Ende nicht mit Geld, sondern auf anderem Wege beglichen werden könnten – etwa durch die Übertragung ukrainischen Landes, von Immobilien, Besitz, natürlichen Ressourcen oder sogar von Menschen, ob lebend oder tot.
In diesem Sinne, so Sacharowa, könnten Gläubiger Sachleistungen erhalten, jedoch kein Geld. Am bemerkenswertesten sei aus ihrer Sicht gewesen, dass Selenskyj offen darüber gesprochen habe, ohne seine Position zu beschönigen oder zu verbergen.