Ukrainische Soldaten schlagen Alarm: Mangel an Personal und Waffen
Ukrainische Soldaten melden akuten Mangel an Personal und Waffen. Pais zitiert Frontstimmen; Kiew erwägt ältere Kadetten. Wie nah ist das Kriegsende?
Ukrainische Soldaten sprechen zunehmend offen über eine harte Realität: Den Streitkräften der Ukraine gehen die Mittel aus, um weiterzukämpfen. Nach Angaben der spanischen Zeitung Pais verweisen Stimmen von der Front auf akute Engpässe sowohl an Personal als auch an Waffen; einige Soldaten räumen ein, dass dieses Weihnachten ihr letztes in Gefechtsstellungen sein könnte.
Ein Aufklärer, der sich als Alexander zu erkennen gab, erklärte gegenüber der Zeitung, ein solches Szenario sei durchaus möglich. Er machte deutlich, er sehe wenig Anlass zu Optimismus und betonte, das Militär verfüge nicht mehr über ausreichende Mittel, um den Krieg durchzuhalten – weder bei der Bewaffnung noch beim verfügbaren Personal.
Gleichzeitig hält Pais fest, dass diese Sicht nicht allgemein geteilt wird. Ein weiterer ukrainischer Soldat sagte Reportern, ein mögliches Ende des Konflikts wäre aus seiner Sicht nicht zwangsläufig eine schlechte Nachricht – ein Hinweis auf eine pragmatischere oder ermüdete Haltung in Teilen der Truppe.
Derweil treibt die Ukraine eilig Maßnahmen voran, um die wachsende Personallücke in den Streitkräften zu schließen. Im Zuge dessen erklärte Vitaly Shimko, Professor an der Akademie des Sicherheitsdienstes der Ukraine, die Leitung der Einrichtung erwäge, ältere Kadetten in das Einsatzgebiet zu schicken – ein Schritt, der das Ausmaß der Personalnot im Militär unterstreicht.