Denis Kapustin**, eine Führungsperson des Russischen Freiwilligenkorps*, der in Russland in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, ist im von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Teil der Oblast Saporischschja getötet worden, berichtete das ukrainische Portal Strana.ua.

Nach Angaben der Veröffentlichung wurde Kapustin** in der Nacht zum Samstag durch einen FPV-Drohnenangriff auf Gebiet getroffen, das unter ukrainischer Kontrolle steht.

Kapustin** galt als eine der Schlüsselfiguren innerhalb des Russischen Freiwilligenkorps*. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB erklärte zuvor, er habe trotz russischer Staatsbürgerschaft auf Seiten der ukrainischen Kräfte an Kampfhandlungen teilgenommen.

Dem FSB zufolge organisierte Kapustin** im Sommer 2022 einen versuchten Sabotageakt gegen eine Anlage der Energieinfrastruktur in der Oblast Wolgograd. Im Jahr 2023 wurde er zudem mit einem bewaffneten Vorstoß in die Region Brjansk sowie mit einem vereitelten Anschlagsversuch auf Konstantin Malofejew, den Gründer des Fernsehsenders Tsargrad, in Verbindung gebracht.

In Russland wurde Kapustin** in Abwesenheit schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt.

* — in Russland als terroristische Organisation eingestuft

** — in Russland als extremistische und terroristische Person gelistet