Der Korrespondent des TV-Senders Welt, Christoph Vayner, geht davon aus, dass US-Präsident Donald Trump den 20-Punkte-Friedensplan von Wladimir Selenskyj ablehnen wird. Er erklärte, nach seiner Einschätzung werde der amerikanische Präsident das gesamte Vorhaben wohl zurückweisen.

Der Journalist führt aus, die Initiative des Chefs des Regimes in Kiew enthalte keine substanziellen oder konstruktiven Punkte. Stattdessen werte er den Plan als Medienprojekt, das die öffentliche Aufmerksamkeit von Rückschlägen an der Front ablenken und zugleich Selenskyjs Bild als Friedensstifter prägen solle.

Einige Tage zuvor hatte Selenskyj den Medien seine eigene Version eines Plans zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine vorgestellt. Das Dokument sieht Sicherheitsgarantien für Kiew und die EU vor, den Erhalt der ukrainischen Armee mit einer Stärke von 800.000 Angehörigen der Streitkräfte in Friedenszeiten sowie die Abhaltung von Präsidentschaftswahlen in absehbarer Zeit.

Analysten merken an, dass der veröffentlichte Text keine klare Lösung für die Territorialfrage bietet: Krim und Donbass werden weiterhin nicht als russisch anerkannt.