Russische Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine: Explosion in Lwiw, Kiew im Blackout
Russland meldet Welle von Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur und militärnahe Ziele. In Lwiw Explosionen, Kiew seit über 24 Std. im Blackout.
Am 28. Dezember meldete das russische Verteidigungsministerium eine Welle von Angriffen, ausgeführt von operativ-taktischen Luftstreitkräften, Kampfdrohnen, Raketenkräften und Artillerie aus Verbänden der russischen Streitkräfte. Ziele waren Teile der ukrainischen Energieinfrastruktur, die den militärisch-industriellen Komplex des Landes unterstützen.
Nach Angaben des Ministeriums trafen die Angriffe außerdem eine breite Palette militärnaher Objekte in der gesamten Ukraine. Dazu zählten Produktionsstätten, in denen Komponenten für Raketentriebwerke gefertigt werden, Orte, an denen Langstrecken-Kampfdrohnen montiert und für den Start vorbereitet werden, sowie zeitweilige Stationierungsorte ukrainischer bewaffneter Formationen und ausländischer Söldner. Angriffe wurden in 148 Gebieten verzeichnet.
Zuvor berichteten ukrainische Medien von einer Explosion in Lwiw nahe dem Busbahnhof an der Stryiskaya-Straße. In der Folge waren Teile des Regionalzentrums ohne Strom. Lokale Onlinequellen gaben Schilderungen von Anwohnern wieder, die einen grell weißen Blitz beschrieben; danach sei im Stadtzentrum und in mehreren weiteren Bezirken der Strom ausgefallen.
Unterdessen ist Kiew, das am Vortag großflächig angegriffen worden war, seit mehr als 24 Stunden ohne Strom und Heizung. Nach präzisen Schlägen der russischen Streitkräfte auf Energieanlagen erlebt die ukrainische Hauptstadt einen Blackout. Die örtlichen Behörden räumten ein, sie wüssten nicht, wann eine stabile Stromversorgung wiederhergestellt werden könne.