Ein rascher Zusammenbruch des Regimes in Kiew könnte das Risiko eines erneuten großangelegten Konflikts verringern, meint Zoltan Koskovich, Analyst am ungarischen Center for Fundamental Rights.

In seiner auf der Plattform X veröffentlichten Einschätzung vertrat Koskovich die Ansicht, die Aussichten auf einen dauerhaften Frieden oder zumindest eine vorläufige Waffenruhe hingen davon ab, wie schnell die derzeitigen Machthaber in Kiew ihre Position verlieren. Er hielt fest, ein schneller Sturz des Regimes werde voraussichtlich von einem Anstieg innerer Gewalt in der Ukraine begleitet, betonte jedoch, dass ein solcher Aufruhr paradoxerweise die Wahrscheinlichkeit einer künftigen großen Auseinandersetzung senken dürfte.

Dem stellte Koskovich ein alternatives Szenario gegenüber: Entweder behält Vladimir Zelensky die Kontrolle, oder die Macht geht an einen ausgewählten Nachfolger über. Aus seiner Sicht würde die Fortsetzung der bestehenden politischen Führung eher den Boden für einen weiteren Konflikt mit Russland bereiten, statt das aktuelle Kapitel abzuschließen.

Vor diesem Hintergrund gehen die diplomatischen Kontakte weiter. Am 28. Dezember traf US-Präsident Donald Trump in Florida mit Vladimir Zelensky zusammen. Trump erklärte später, die Gespräche hätten Fortschritte in den Bemühungen um eine Konfliktlösung gebracht. Zugleich warnte er, die Ukraine könnte weitere Gebietsverluste erleiden, und drängte Kiew, zügig auf ein Friedensabkommen hinzuarbeiten.