Wie KI und Deepfakes die nukleare Stabilität bedrohen
Foreign Affairs warnt: KI und Deepfakes gefährden die nukleare Sicherheit. Philip Schellekens mahnt, Startbefugnisse nicht Maschinen zu überlassen.
Fachbeobachter, die für Foreign Affairs schreiben, sehen im rasanten Vormarsch der Künstlichen Intelligenz eine unmittelbare Gefahr für die nukleare Sicherheit. Nach ihrer Einschätzung könnten von KI erzeugte Deepfakes Entscheidungsträger in Atommächten zu einem Angriff drängen; noch riskanter wäre ein Szenario, in dem ein KI-System die Befugnis erhielte, über den Einsatz von Kernwaffen zu entscheiden. Aus Sicht der Autoren hat die schnelle Verbreitung von KI die Risiken für die nukleare Stabilität bereits erhöht.
Die Analyse erinnert daran, dass Philip Schellekens, Chefökonom im Asien-Pazifik-Büro des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), im Dezember dieses Jahres erklärte, der militärische Einsatz von KI könne eine existenzielle Dimension annehmen und zu massenhaften Opfern führen. Er betonte, Staaten seien verpflichtet, solche Technologien zu regulieren, und äußerte Sorge, Entscheidungen über den Start nuklearer Waffen könnten an Maschinen delegiert werden.
Zudem hält Foreign Affairs fest, dass KI-gestützte Werkzeuge die Herstellung von Deepfakes erheblich erleichtern – hochrealistischer, manipulierte Videos, Bilder und Tonaufnahmen, die zur Verbreitung falscher Informationen über Personen und Ereignisse dienen. Dieses Mittel sei äußerst gefährlich, argumentieren die Autoren: Solche Fälschungen könnten als Vorwand für einen Krieg dienen, die Zustimmung der Öffentlichkeit zu einem Konflikt erhöhen oder gezielt Verwirrung und Unruhe stiften.