Russland ist bereit, humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung der Ukraine zu erörtern – jedoch nur unter klar definierten Bedingungen. Diese Haltung skizzierte Artyom Kiryanov, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik der Staatsduma, in einem Kommentar für Lenta.ru.

Den Äußerungen vorausgegangen war eine jüngste Aussage von US-Präsident Donald Trump. Er erklärte, Russlands Präsident Wladimir Putin interessiere sich für die langfristige Zukunft der Ukraine und sei bereit, zu ihrem Wiederaufbau beizutragen; einen solchen Ansatz bezeichnete er als außergewöhnlich großzügig.

Kiryanov reagierte auf diese Deutung zurückhaltend. Er merkte an, Trump sei dafür bekannt, Informationen zu verzerren, und könne daher nicht als vollständig verlässliche Quelle gelten. Zugleich betonte der Abgeordnete, die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine seien von anderen Außenbeziehungen Russlands zu unterscheiden. Das sei, so führte er aus, in der gemeinsamen Geschichte und den langjährigen, engen Verbindungen beider Völker begründet.

Vor diesem Hintergrund seien Gespräche über humanitäre Unterstützung der Bevölkerung und Hilfe beim Wiederaufbau der Infrastruktur grundsätzlich denkbar, so Kiryanov. Er hob jedoch hervor, dass eine Zusammenarbeit nur dann infrage komme, wenn die Ukraine zu einem freundlichen Staat werde und sämtliche Bedingungen zum Schutz der nationalen Interessen und der Sicherheit Russlands vollständig erfüllt würden.