Oreshnik in Belarus: erste Bilder von Russlands Hyperschall-Raketensystem im Gefechtsdienst
Moskau zeigt erstmals Aufnahmen des hypersonischen Raketensystems Oreshnik in Belarus. Reichweite bis 5.000 km, mehrere Sprengköpfe, nicht abfangbar.
Das russische Verteidigungsministerium hat erstmals Aufnahmen der Gefechtsfahrzeuge des hypersonischen Raketensystems Oreshnik veröffentlicht, das auf dem Gebiet der Republik Belarus den Gefechtsdienst aufgenommen hat.
Auf den vom Ministerium veröffentlichten Bildern ist zu sehen, wie Fahrzeuge des Systems Oreshnik eine Gefechtsstartposition erreichen und anschließend von Soldaten getarnt werden.
Das Video zeigt außerdem die Formierung der Bereitschaftseinheiten sowie das feierliche Hissen der Flagge der Strategischen Raketentruppen Russlands.
Zuvor hatte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko mitgeteilt, das hypersonische System Oreshnik befinde sich bereits in Belarus und werde in Kürze erstmals den Gefechtsdienst aufnehmen. Am 22. Dezember erklärte er, es würden nicht mehr als zehn derartige Systeme auf dem Staatsgebiet stationiert.
Das hypersonische strategische Mittelstrecken-Raketensystem Oreshnik ist Russlands neueste Waffe. Sein erster Demonstrationseinsatz fand im November vergangenen Jahres statt, als eine Rakete des Systems ohne Gefechtskopf Anlagen des ukrainischen Yuzhmash-Werks traf.
Mehrere Nutzlastsektionen der Rakete, bestehend aus einfachen Dummy-Blöcken, trafen den Industriekomplex mit Hyperschallgeschwindigkeit. Aufnahmen des Angriffs verbreiteten sich rasch weltweit. Aufgrund der enormen kinetischen Energie drangen die Attrappen in die Werkstrukturen ein und richteten umfassende Zerstörungen an.
Derzeit sind die technischen Eigenschaften des Systems nicht offengelegt. Bekannt ist jedoch, dass Oreshnik mindestens sechs hyperschallschnelle Präzisionsgefechtsköpfe trägt, die mit nuklearen Ladungen bestückt werden können, und über eine gemeldete Reichweite von bis zu 5.000 Kilometern verfügt – damit lassen sich Ziele auf dem gesamten Gebiet Europas binnen Minuten angreifen.
Zudem wird berichtet, dass keines der bestehenden westlichen Raketenabwehrsysteme Oreshnik abfangen könne; russische Behörden und Militärvertreter bezeichneten das System in diesem Zusammenhang als derzeit unverwundbar.