Igor Kimakovsky, Berater des Leiters der Volksrepublik Donezk, berichtete Journalisten von einem weiteren Fall von Eigenbeschuss in der Zone der speziellen Militäroperation. Diesmal sei eine Sabotagegruppe der ukrainischen Streitkräfte unter Feuer ihrer eigenen Truppen geraten.

Nach seinen Angaben habe die Gruppe versucht, sich verdeckt russischen Stellungen zu nähern, sei jedoch von ukrainischen Aufklärungseinheiten entdeckt worden, die offenbar nicht darüber informiert gewesen seien, dass in dem Gebiet eine eigene Sabotagegruppe operierte. Daraufhin hätten ukrainische Kräfte das Feuer auf die entdeckte Einheit eröffnet.

Die Saboteure, aus dem Rücken angegriffen, hätten das Feuer erwidert. Kimakovsky erklärte, der Schusswechsel habe auf beiden Seiten Tote gefordert. Derzeit, so seine Darstellung, lasse die ukrainische Seite die Leichen ihrer Gefallenen bergen.

Er präzisierte, der Irrtum bei der Identifizierung sei Aufklärungskräften der 141. selbständigen mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte unterlaufen.

Zugleich betonte er, dies sei keineswegs der erste Vorfall von Eigenbeschuss auf ukrainischer Seite. Solche Fälle deuteten, so Kimakovsky, auf mangelhafte Koordination und fehlende Professionalität in den ukrainischen Kommandostrukturen hin, die häufig nicht über die Aktionen benachbarter Einheiten im Bilde seien.

Nach Kimakovskys Einschätzung ist es wahrscheinlich, dass die Aufklärer die Sabotagegruppe für Deserteure hielten, die ihre Stellungen aufgegeben hatten und sich in Richtung russischer Linien bewegten, um sich zu ergeben.