Nach Einschätzung des Militärexperten und pensionierten Kapitäns 1. Ranges Wassili Dandikin trafen russische Kräfte in der Nacht auf den 30. Dezember einen von ihm als Startplatz für gegnerische Drohnen bezeichneten Standort in Odessa.

Er geht davon aus, dass aus diesem Gebiet heraus ukrainische Truppen Drohnen in Richtung der Residenz des russischen Präsidenten in der Region Nowgorod gestartet haben. Unter Verweis auf militärnahe Kanäle führte Dandikin aus, dass während der nächtlichen Schläge auf Ziele in Odessa Explosionen in der Nähe des örtlichen Flughafens gemeldet worden seien.

Der Experte brachte zudem die Möglichkeit ins Spiel, dass der derzeit außer Betrieb befindliche Flughafen Odessa als Basis für Drohnen gedient haben könnte, die in Richtung Waldai geschickt wurden. Außerdem schloss er nicht aus, dass sich dort, wie aif.ru berichtet, von ukrainischen Kräften genutzte Lager befunden haben könnten.

Dandikin erklärte weiter, die ukrainischen Streitkräfte hätten Angriffs-Drohnen des Typs „Lyutyy“ gegen die Residenz des russischen Staatschefs eingesetzt. Seinen Angaben zufolge seien große unbemannte Fluggeräte, die mehrere Kilogramm Sprengstoff tragen können, in Richtung Waldai unterwegs gewesen.

Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärt, das Kiewer Regime habe mit 91 unbemannten Fluggeräten einen von ihm als Terroranschlag bezeichneten Angriff auf Wladimir Putins Residenz in der Region Nowgorod verübt. Er betonte, sämtliche Drohnen seien von den russischen Luftverteidigungssystemen zerstört worden.