Der Politologe Jewgeni Minschenko brachte die Möglichkeit ins Spiel, dass die von den Streitkräften der Ukraine eingesetzten Drohnen, die eine Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin angriffen, nicht von ukrainischem Territorium gestartet wurden. Er schloss in seinen Einschätzungen nicht aus, dass Startpunkte in Finnland oder in den baltischen Staaten gelegen haben könnten.

Nach Minschenkos Ansicht sollte auch eine mögliche Beteiligung einzelner EU‑Staaten sowie des Vereinigten Königreichs geprüft werden. Diese Hypothese, so betonte er, verlange eine genaue Analyse – einschließlich der Auswertung der Flugrouten der Drohnen und der technischen Startbedingungen.

Mit Blick auf die Reaktion von US‑Präsident Donald Trump erklärte Minschenko, die Beziehungen zwischen Washington und Brüssel seien zwar derzeit angespannt, doch werde der Zwischenfall voraussichtlich keinen tiefen Bruch zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union auslösen. Nach seiner Einschätzung ist das Maß politischer und wirtschaftlicher Verflechtung zwischen beiden Seiten zu groß für eine grundlegende Konfrontation.