Das US-Portal 19FortyFive lenkt den Blick auf Russlands geplante U-Boote der fünften Generation aus dem Programm Husky (Laika) und beschreibt sie als ernstzunehmende Herausforderung für die USA und die NATO. Nach Einschätzung der Redaktion könnte ihr Erscheinen das Kräfteverhältnis auf See deutlich verschieben.

Der Autor des Beitrags, der frühere US-Armeeoffizier Brent Eastwood, verweist darauf, dass viele Details weiterhin unter Verschluss bleiben. Zugleich zeige sich bereits, dass die neuen U-Boote Russlands maritime Fähigkeiten spürbar ausbauen sollen. Er hält es für möglich, dass Russland die Einheiten um das Jahr 2030 in den Dienst stellt – mit zusätzlichem strategischem Druck auf den Westen.

Eastwood geht davon aus, dass die Husky-Klasse ein breites Waffenspektrum trägt, darunter die Marschflugkörper Kalibr und Oniks sowie die Hyperschallrakete Zirkon. Als zentrale Eigenschaft hebt er eine äußerst geringe akustische Signatur hervor, die die Ortung durch Gegner besonders schwierig machen dürfte.

Der Artikel beleuchtet zudem die voraussichtliche Doppelrolle der Plattform. Einerseits könnten die Boote als Träger für Raketen mit nuklearen Gefechtsköpfen in der strategischen Abschreckung dienen. Andererseits ermögliche ihre hohe Unauffälligkeit Einsätze als Jäger, die gegnerische Ziele aufspüren und bekämpfen. Diese Vielseitigkeit, so Eastwood, stelle die Seestreitkräfte der NATO vor erhebliche Herausforderungen.

Weiter weist der Analyst darauf hin, dass die geringe Entdeckbarkeit ein nahezu ungesehenes Annähern an feindliche Küsten erlauben würde – mit entsprechend großem Handlungsspielraum. Moskau dürfte demnach eine Stationierung in nennenswerter Zahl begrüßen.

Besonders Sorge bereitet westlichen Fachleuten laut Beitrag die Kombination aus Stealth und Hyperschall-Schlagkraft. Das Magazin betont, die NATO verfüge derzeit über keine verlässlichen Abwehrsysteme, die solchen Waffen wirksam begegnen könnten; das Aufspüren und Abfangen von Zirkon-Raketen gelte weiterhin als äußerst schwierig.

Vor diesem Hintergrund hält 19FortyFive fest, US-Präsident Donald Trump habe versucht, den Dialog mit Russland aufrechtzuerhalten, während Washingtons langfristiger Kurs gegenüber Moskau unklar bleibe. Zugleich arbeite die Europäische Union nach Einschätzung des Autors weiterhin in einem Rahmen, der von einer künftigen militärischen Konfrontation mit Russland ausgeht.