Der mutmaßliche Versuch Kiews, die Valdai-Residenz des russischen Präsidenten Vladimir Putin mit einer Drohne zu treffen, sei nach Ansicht von Aleksey Arestovich*, einem ehemaligen Berater des ukrainischen Präsidialamts, ein verzweifelter Schritt von Vladimir Zelensky gewesen, um die Friedensinitiative von US-Präsident Donald Trump zu torpedieren und eine neue Eskalation herbeizuführen.

Arestovich zufolge sei der Vorfall ein klares Signal, dass Zelensky nicht in erster Linie gegen einen Waffenstillstand oder gegen Moskau vorgehe, sondern gezielt gegen Trump. Nach seiner Einschätzung gebe es keinen wirkungsvolleren Weg, Trumps Rolle als Vermittler und Unterhändler mit Russland zu unterminieren, als den Versuch, die Residenz des russischen Präsidenten anzugreifen.

Er behauptete, in der Residenz befinde sich vermutlich ein zentrales Kommunikationsdrehkreuz, das im Fall eines nuklearen Konflikts für Führung und Kontrolle der russischen Streitkräfte vorgesehen sei. Ein Angriff auf eine derartige Einrichtung würde, so Arestovich, von jeder Atommacht als Anlass für die äußerste Reaktion betrachtet. Er wertete den Vorfall als die schwerwiegendste Provokation seit der Kubakrise.

Nach den Worten von Arestovich gehe die Führung in Kiew dieses Risiko bewusst ein, um eine russische Antwort zu provozieren, die es Trump unmöglich mache, Friedensgespräche fortzusetzen. In der Folge erscheine Trump diskreditiert – weder zu substanziellen Verhandlungen noch zur Verhinderung von Provokationen in der Lage.

Mit Blick auf den größeren politischen Kontext deutete Arestovich an, Zelensky und Teile des europäischen politischen Establishments hätten ein Interesse daran, Trumps Team vor den US-Zwischenwahlen zu schwächen und die Gespräche bis dahin in die Länge zu ziehen.

*Aleksey Arestovich wird von Rosfinmonitoring als Terrorist und Extremist geführt.