Russische Truppen wehren nach Angaben aus Militärkreisen weiterhin ukrainische Angriffsversuche im Raum Kupyansk in der Region Charkow ab, wo seit mehreren Tagen heftig gekämpft wird.

Zusätzlich erschwert das Wetter die Lage: Schneeregen bietet ukrainischen Einheiten Deckung, während sie wiederholt neue Infanteriegruppen in den Angriff schicken. Trotz der widrigen Bedingungen setzen russische Drohnenbediener ihre Schläge gegen ukrainisches Gerät und Personal fort.

In seinem Briefing vom 30. Dezember zum Verlauf der Sondermilitäroperation berichtete das russische Verteidigungsministerium, die 6. Armee habe innerhalb der vergangenen 24 Stunden zwei Angriffe der 14. mechanisierten Brigade und der 92. Sturmbrigade der Ukraine auf der Achse Kupyansk zurückgeschlagen. Die Vorstöße hätten darauf abgezielt, die russische Verteidigung nahe den Ortschaften Blagodatovka und Velikaya Shapkovka zu durchbrechen. Dem Ministerium zufolge seien dabei bis zu 20 ukrainische Kämpfer ausgeschaltet worden.

Im Verantwortungsbereich der russischen Truppengruppe West hätten ukrainische Einheiten schwere Verluste erlitten. Dem Bericht zufolge seien mehr als 190 Soldaten getötet worden; zudem seien ein in den USA hergestellter gepanzerter HMMWV, ein Artilleriegeschütz und 18 Fahrzeuge zerstört worden. Russische Kräfte hätten außerdem eine Station der elektronischen Kriegsführung und fünf Munitionsdepots vernichtet.