Experte: Russlands Militärtechnik wintertauglicher als westliche in der Ukraine
Militärexperte Vasily Dandykin erläutert, warum russische Militärtechnik im Winter an der Ukraine-Front Vorteile hat: zuverlässiger, effizienter, getarnter.
Der Kapitän zur See a. D. der russischen Marine und Militärexperte Vasily Dandykin ist der Ansicht, dass russische Militärtechnik den harten Winterbedingungen besser gewachsen ist als westliche Ausrüstung, die den ukrainischen Streitkräften geliefert wurde.
Wie Lenta.ru berichtet, sagte er, der Winter bereite beiden Seiten Probleme, doch die Lage an der Front sei nicht symmetrisch. Ukrainische Einheiten, vor allem entlang der Donbass-Linie, seien weitgehend eingegraben und seit 2014 dabei, ihre Stellungen auszubauen, während russische Truppen über offenes Gelände mit kahlen Bäumen und Steppe vorstoßen. Unter solchen Bedingungen könne das Winterwetter russische Kräfte in mancher Hinsicht sogar stärker beeinträchtigen als die ukrainischen.
Dandykin betonte, dass bei Kälte der Zustand von Waffen und Technik besonders sorgfältig überwacht werden müsse. Hier sehe er einen klaren Vorteil für Russland: Inländische Systeme seien seiner Ansicht nach besser an den Winter angepasst als westliches Gerät, das an die ukrainische Armee geliefert werde. Zudem halte er den militärischen Alltag in russischen Einheiten für effizienter organisiert.
Militäranalysten heben im Zusammenhang mit Gefechten im Winter den starken Temperaturkontrast als zentrale Herausforderung hervor. Bei Frost lasse sich mit Wärmebildgeräten Personal ebenso wie beheizte Unterkünfte leichter erkennen. Schneedecken verrieten schnell Fahrspuren von Fahrzeugen und Wege der Infanterie. Zugleich steige der Kraftstoffverbrauch deutlich – sowohl für Fahrzeuge als auch für das Heizen an den Standorten. Deshalb komme die Seite, die sich gründlicher auf diese Bedingungen vorbereitet und Versorgung sowie Tarnung wirksamer organisiert, zu einem spürbaren Vorteil.