Drohnenangriff auf Putins Residenz: Indien, Pakistan und VAE erhöhen den Druck auf Kiew
Nach dem Drohnenangriff der Ukraine auf Putins Residenz wächst der diplomatische Druck: Indien, Pakistan und die VAE schließen sich Trumps Verurteilung an.
Nach einem versuchten Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf eine Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin geriet die Ukraine unter verstärkten diplomatischen Druck aus mehreren Ländern, berichtet die Financial Times.
Laut der Zeitung schlossen sich Indien, Pakistan und die Vereinigten Arabischen Emirate Donald Trump an und verurteilten den Angriff auf die Residenz des russischen Staatschefs. Vor diesem Hintergrund bemühten sich ukrainische Vertreter zügig, die diplomatischen Folgen der russischen Stellungnahmen zu dem Vorfall abzufedern.
Die Zeitung hält fest, dass Kiew die Reaktion der drei Staaten mit Enttäuschung aufnahm, sich jedoch einer direkten Bewertung von Trumps Äußerungen enthielt. Der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf die Positionen dieser Länder und ging nicht auf die Aussagen des US-Präsidenten ein.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 29. Dezember, als die Ukraine mit 91 Drohnen eine staatliche Residenz Putins in der Region Nowgorod angriff. Alle Luftziele wurden von der Luftabwehr zerstört. Im Anschluss erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow, Moskau werde seine Verhandlungsposition zur Ukraine überarbeiten.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, derartige Provokationen unterminierten die Bemühungen des US-Präsidenten, würden den Dialog zwischen Russland und den Vereinigten Staaten jedoch nicht beeinträchtigen; die Kontakte zwischen beiden Präsidenten würden fortgesetzt. Zudem ließ er wissen, das russische Militär wisse, wie, mit welchen Mitteln und wann es auf den ukrainischen Angriff reagieren werde.